Aus der Presse

12.07.2025 Gastfamilien für Jugendsportaustausch in den Herbstferien gesucht

In den Herbstferien in der Woche vom 18.10. bis 24.10.2025 bekommt Brinkum internationalen Besuch: Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren aus unserer französischen Partnerstadt Écommoy verbringen eine abwechslungsreiche Woche in Stuhr. Für sie werden noch Gastfamilien gesucht, die Lust haben, ein Stück Frankreich nach Hause zu holen und internationale Begegnungen zu ermöglichen.

Geplant ist ein buntes Programm, das neben sportlichen Aktivitäten auch verschiedene Ausflüge wie z.B. in einen Freizeitpark umfasst. Abends wird es sowohl gesellige Partys als auch entspannte Abende in den Gastfamilien geben – ideale Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Freundschaften zu knüpfen. Unsere Gastfamilien haben natürlich auch die Möglichkeit, an diesen Ausflügen und Aktivitäten teilzunehmen – und das zu vergünstigten Gruppenpreisen. So können sie gemeinsam mit den Gästen spannende Erlebnisse genießen und von den besonderen Angeboten profitieren. Sprachkenntnisse sind dabei kein Muss. Viele französische Jugendliche sprechen Englisch oder sogar ein wenig Deutsch, und mit dem Smartphone wird die Verständigung schnell und unkompliziert. Auch sind die französischen Gäste daran interessiert, ihre Deutschkenntnisse auszuprobieren und in lockerer Atmosphäre zu erweitern – eine tolle Gelegenheit, die Sprachen zu erleben.

Und im kommenden Jahr steht ein Gegenbesuch an. Dann reisen die Brinkumer nach Écommoy, um dort eine ebenso abwechslungsreiche Woche zu erleben. Wer Lust hat, Gastfamilie zu werden oder mehr Informationen zum Austauschprogramm möchte, kann sich gerne beim Organisationsteam melden. Wir freuen uns auf viele engagierte Familien, die Teil dieser besonderen Woche werden möchten.

21.09.2023 (Kreiszeitung.de) Frankreichaustausch: Für Martina Haferkamp seit mehr als 40 Jahren eine Herzenssache

Für den Brinkumer Jugendaustausch werden noch Gastfamilien gesucht. Martina Haferkamp ist seit 40 Jahren dabei und erzählt, warum der Austausch so wertvoll ist.

Brinkum – Im Nachhinein war es eine der folgenreichsten Entscheidungen in ihrem Leben: Als Martina Haferkamp im Alter von 14 Jahren am ersten Deutsch-Französischen Jugendaustausch der Brinkumer Sportvereine teilnahm, ahnte sie noch nichts von ihrer Leidenschaft für das Nachbarland. Doch die war schnell geweckt. Mit Ausnahme ihres Abi-Jahrs 1984 war die Brinkumerin fortan immer mit von der Partie. Als Besucherin, als Gastgeberin, vor allem aber als Organisatorin. Der Austausch wurde für sie zur „Herzenssache“, wie sie im Gespräch mit der Kreiszeitung berichtet.

Stuhr und Ecommoy pflegen seit 1979 eine Partnerschaft – 1980 begannen die Austauschfahrten

Jugendliche des FTSV Jahn Brinkum, des Brinkumer SV und des Brinkumer Schützenvereins machten sich im Jahr 1980 erstmals auf den Weg nach Ecommoy, das Zentrum des gleichnamigen Kantons, mit dem Stuhr seit 1979 eine Partnerschaft pflegt. Im selben Jahr hatte eine Delegation bereits die Modalitäten für den Austausch geklärt. Dazu gehört, dass in den ungeraden Jahren die Franzosen kommen und in den geraden Jahren der Brinkumer Gegenbesuch ansteht.

Diesem Rhythmus hat auch Corona nichts anhaben können, da der Austausch zwei Mal ausfiel. In der Regel sind die Teilnehmer auf beiden Seiten zwischen 13 und 18 Jahre alt.

„Für mich war das toll, ohne die Eltern in den Urlaub zu fahren“, erinnert sich Martina Haferkamp, damals wie heute Mitglied der Brinkumer Schützen. „Aber es war zugleich eine Herausforderung, sich mit einer fremden Sprache und Kultur auseinanderzusetzen“ – auch was das Essen angehe.

„Nach der Verteilung auf die Gastfamilien wurden alle herzlich aufgenommen, und schnell hatte man sich an das andere Leben gewöhnt“, schreibt Martina Haferkamp in ihrem lebhaften Beitrag für die Festschrift 125 Jahre FTSV Jahn Brinkum. Sie schreibt auch über eine Kommunikation mit Händen und Füßen sowie über verbeulte französische Autos. Viele drohten, „schon beim Hinsehen auseinanderzufallen“.

Austausch bietet die Chance auf eine Freundschaft „fürs Leben“

In der Französin Sylvie lernte Martina Haferkamp eine „Freundin fürs Leben“ kennen. Ganz gleich ob Hochzeit oder runde Geburtstage: Alles habe sie seitdem mit ihr geteilt. Internet und Social Media hätten es erleichtert, über den jeweils Anderen auf dem Laufenden zu bleiben. Die beiden sehen sich jedes Jahr. „Ich würde mich für die Jugendlichen freuen, wenn sie auch eine solche Beziehung aufbauen könnten.“

Die Freundschaft mit Sylvie geht auf das Jahr 1987 zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte Martina Haferkamp bereits angefangen, im Organisationskomitee mitzuhelfen. Bei den Fahrten mit Jugendlichen stünde sie, ebenso wie ihre Mitstreiter, in der Verantwortung, müsse immer ansprechbar sein. „Zum Beispiel bei Heimweh oder Wehwehchen, mit denen man zum Arzt muss.“

Beim Gegenbesuch ist sie an der Erstellung des Programms beteiligt sowie bei der Suche nach Gastfamilien. „Die finden sich schwerer als Mitfahrer. Eigentlich ist es so gedacht, dass die Familien der Frankreichfahrer ein Jahr später die Gäste aufnehmen, aber wir können ja niemanden verpflichten.“ Ob Verköstigung oder Hol- und Bringdienste: Es sei nicht „ganz ohne“, jemanden zu betreuen.

43 Jahre nach ihrer Frankreich-Premiere trommelt Martina Haferkamp wie so oft für den anstehenden Besuch der Nachbarn. 30 Teilnehmer haben sich bislang angekündigt, 20 Gastfamilien ihre Bereitschaft erklärt, sie aufzunehmen. „Wir rechnen aber immer mit Nachzüglern bei den Austauschteilnehmern. Deshalb wäre es schön, wenn sich noch Familien melden würden.“

Programmpunkte 2023: Serengeti-Park, Weserstadion, Shopping, Sport und viel Party

Beim Programm seien die Ansprüche in den vergangenen Jahrzehnten „nicht geringer“ geworden, stellt Martina Haferkamp fest. Nach einer Flaute bei der Resonanz auf den Austausch zu Beginn dieses Jahrhunderts habe man die Aktivitäten angepasst. Wenn die Franzosen am Samstag, 21. Oktober, gegen 10 Uhr an der KGS Brinkum ankommen, erwartet sie ein Ausflug in den Serengeti-Park, in den Schwarzlichthof, eine Weserstadion-Besichtigung, Shopping, viel Sport sowie diverse Partys: eine zum Kennenlernen, eine mit Motto und eine mit rund 150 Personen zum Abschied in der Gutsscheune. Letztere endet erfahrungsgemäß gegen 2 Uhr morgens. Danach geht es sofort in den Bus zurück nach Frankreich. „So kommt niemand auf die Idee, stattdessen in eine Disco abzuhauen“, sagt Martina Haferkamp und lacht.

Die frischgebackene Brinkumer Schützenkönigin ist Teil eines 15-köpfigen Orga-Teams, zu denen auch Heranwachsende unter 20 Jahren und eine Gruppe von Personen „um die 40“ zählen. „Nicht alle haben eine Jugendleitercard“ sagt Martina Haferkamp.

Sie selbst besitze eine Jugend-Basis-Lizenz. „Ich bin oft gefragt worden, warum ich mir das immer noch antue“, berichtet sie. Aber da ist sie wieder beim Begriff „Herzenssache“. Auf den Besuch der Franzosen freue sie sich jetzt schon „wie Bolle. Es ist wie beim ersten Mal.“


 

 

©Frankreichaustausch-Brinkum-Écommoy. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.